kaunertaler gletscherkaiserWer am Mittwoch abend Pizza isst und Bier trinkt, kann Donnerstag auf genügend Reserven beim längsten Radrennen der Saison hoffen. Deshalb gönnte ich mir nach der Crocodiles Pizza mit meiner Frau noch ein Seidl beim Fußballschauen in der Stadt. Behave! Schön zu sehen dass der Plan fruchtete. Zwar waren die letzten 4-5 Kilometer beim Kaunertaler Gletscherkaiser wie immer höllisch qualvoll, mit dem Ergebnis kann ich allerdings zufrieden sein. Unten rein konnte ich schön das Tempo der Besten halten ohne mich am Limit zu fühlen, beim Stausee fiel mir dann leider die Kette im Schalten runter. Deppat zum Quadrat. Zum Glück bummelte die Gruppe ein wenig und ich konnte wieder aufschließen. Kostete nur ein paar Körner und was sind schon 4 zusätzliche Minuten Koffern bei 1:50 Vollbelastung. Mit der Zeit und der Platzierung bin ich zufrieden, auch wenn ich den einen oder anderen Fahrer nicht vor mir gesehen hatte. Anscheinend gibt es aber echte Trainingskünstler, die den Peak minutiös auf den Dreiländergiro planen können.

Die WM Vorstellung gestern „meiner“ Engländer war dann doch einigermaßen ernüchternd. Da half auch das zweite Seidl, diesmal zur Belohnung, in zwei Tagen (double-behave!) nichts. Das war´s dann wohl für die Three Lions. Müssen es halt „meine“ Argentinier oder „meine“ Italiener richten. Oder die Chilenen. Oder Brasilien. Irgendwer, hauptsache nicht… naja, ihr wisst schon wen ich meine.

Zu den Deutschen noch ein Wort: ja, gut, das 4:0 gegen Portugal war schon mal ein Ergebnis. Derzeit kann man die Portugiesen aber wohl nicht als Maßstab nehmen. Ich denke nach einem Spiel von 7 nötigen schon großartig Ansprüche auf den Titel anzumelden kann´s dann wohl nicht sein. Am Aufstieg ins Achtelfinale hat ja niemand wirklich gezweifelt. Wie es dann aber bei den Partien gegen die wirklich Großen ist, wird sich weisen. Selbiges gilt auch für die Holländer, die sich nach dem knappen 3:2 gegen Australien wohl aber wieder am Boden der Tatsachen wiedergefunden haben.

kaunertaler gletscher