Als Marathonläufer sollte man auch mal ein DNF in seinen Palmares unterbringen. Mir ist das im 5. Versuch über die 42,195 Kilometer in Wien ganz ausgezeichnet gelungen.

Schon am Start um 9 Uhr war es sehr warm. Die erste Hälfte des Rennens konnte ich die Hitze noch halbwegs wegstecken, auch wenn sehr schnell klar war dass sich die erhoffte Top-Zeit nicht ausgehen würde. Ich kämpfte mich an der Seite von Sabine Wutti bis Kilometer 32 hinter ihrem Pacemaker durch. Dann fand es das ORF Kameramotorrad wohl lustig, mich wegen eines wichtigen Interviews mit dem Trainer von Österreichs schnellster Dame von der Labestation abzudrängen. So verlor ich den Anschluss an die Gruppe und torkelte alleine durch den Prater. Das ist Österreich!

Leider ging damit auch die letzte Moral flöten. Bei Kilometer 37 beschloss ich, meinen Sporttag zu beenden. Ich holte mir bei einem Sani eine Flasche Mineral und machte mich per U-Bahn auf den Weg zum Zielgelände um meine Sachen abzuholen. Nicht so toll.

Auch nach fast 2 Monaten inklusive einer echten Ruhephase in Südafrika mit viel Graugans und Bier finde ich es immer noch schade, dass die Hitze eine mögliche persönliche Bestzeit nicht zuließ. Enttäuscht ja, da ich meinen Fokus aber ohnehin auf Berlin im September gerichtet hatte, kann ich es recht locker als interessante Erfahrung inklusive kleinem Nierenschaden abhaken. Wien ist ein tolles Event, leider mit sehr wenig „echten“ Marathonläufern und einer nicht wirklich schnellen Strecke.

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