Trainieren auf der Bahn – Schas! Rennen auf der Bahn – Highlight! Die Tiroler Meisterschaft über 5000 m gestern in Schwaz war ein lässiges Event. Umso lässiger natürlich, als ich mich auch über eine Medaille freuen konnte.

Ohne Ambitionen, dafür mit 3 Paar Schuhen im Gepäck angereist, musste ich mich wegen meinem improvisierten Rad-Lauf-Kombi-Garmin am Handgelenk und anderer Planlosigkeiten (wie bringt man eine Startnummer an?) vor dem Rennen von den erfahreneren Läufern ein bissl aufziehen lassen. 🙂

Der Bewerb selbst war dafür eine glatte Angelegenheit. Nach einer von 12,5 Runden formierte sich eine größere Gruppe vorne. 3 Mann zischten ab. Ich entschied mich, meinen Rhythmus an 4. Position zu laufen. Nach circa der Hälfte des Rennens konnte ich einen der 3 von vorne einholen. Ungefährdet und gleichmäßig ohne je zu überpacen, die beiden Führenden waren außer Reichweite, von hinten keine akute Gefahr, lief ich in 16:19 ins Ziel.

Schön für mich am Bahnlauf bzw am Lauf allgemein: Im Gegensatz zum Radln sind kaum Tempowechsel nötig. Der schnellste Kilometer gestern war der dritte in 3:10, der langsamste der vierte in 3:15. Das „Zupfen“, das ich bei den Radrennen hasste und überhaupt nicht vertragen kann, fällt somit weg. Hier die Auswertung auf Strava.

Die Ausbeute bei der Siegerehrung: 3. Platz bei den Tiroler Meisterschaften gesamt, 1. Platz in der Klasse M35.

Als Fußnote sei gesagt, dass ich immer noch der Meinung bin, dass das Niveau im Laufsport etwas niedriger ist als beim Radfahren. Mit meiner Form, ohne gezielte Vorbereitung, hätte ich z.B. bei der Tiroler Meisterschaft der Amateure am Berg kaum eine Chance auf eine Medaille. Das soll keineswegs die Leistung der Läufer schmälern, sondern eher den Radsport dazu anhalten, sich über gewisse Vorgänge und Absurditäten Gedanken zu machen!

Tiroler Meisterschaften 5000 m Bahn Schwaz 2016