Nach 3 Wochen Rennpause wären am Samstag gleich 2 Termine zur Auswahl gestanden. Gott segne die Rennveranstalter! 13 Uhr Start in Schönberg mit Ziel Gleinser Höfe, 15 Uhr Start in Wattens auf verkürzter Strecke auf den Vögeleberg. Beide Rennen könnten sich ausgehen, wenn… ja wenn ich nicht so ein fauler, bequemer alter Sack gewesen wäre. Die Strecke in Schönberg kannte ich nur vom Bergabfahren mit dem Crosser. Nach meinem Debakel am Gerlosberg entschied ich mich für die Defensivstrategie. Bis zum Start der richtigen Steigung blieb ich mit Martin Fritz, Manuel Natale und noch zwei anderen vorne mit dabei. Dann ließ ich sofort reißen und konzentrierte mich auf mein Tempo. 350 Watt und gemma. Nach wenigen Minuten konnte ich Martin wieder einholen. Circa zur Mitte des Rennens war ich auf Position 2. Oh wie schön ist es, wenn einem das Laktat nur dosiert in die Birne steigt anstatt quer bei den Ohren rauszuschießen! Kurz vor Ende der Steigung, Manuel war schon vorne weg, waren wir wieder zu zweit. Im Flachstück probierte ich nochmals abzuhauen, vergeblich. In alter Klugemanier verlor ich den Sprint um Platz zwei um einen Wimpernschlag. Eh klar 🙁

Kurz haderte ich noch mit mir ob ich nicht doch im Eiltempo nach Wattens zischen sollte, in Anbetracht der eigenen Trägheit (und weil mich Signore Natale zum Ausrollen überredete, jaja, irgendwer muss Schuld sein) entschied ich mich dann aber für die gemütliche Nachmittagsvariante. Besser so, ich bin ja keine 33 mehr. Mit dem Ergebnis kann ich ganz gut leben. 20:07 ist eine passable Zeit, der dritte Rang ist OK, der 2. Platz knapp hinter Rubi am Strava Segment Gleins Climb (VAM 1765) und Gleins Total (VAM 1509) stimmt mich positiv für die nächsten Rennen. Mittwoch wäre eins, dann Samstag und Sonntag… aber mal schauen.