Nach einer Wettkampfsaison die bisher vor allem auf der Bahn stattgefunden hatte, war die Halbmarathon ÖM in Salzburg ein krönender Abschluss, zumindest vorerst mal. Mit 1:12.37 konnte ich überraschend ein neues Personal Best aufstellen und den 22. Platz gesamt erlaufen. Weniger Umfang im Training ohne Marathonvorbereitung scheint´s zu bringen, nach PB´s über 3000 m und 5000 m war das der Hattrick im Seuchenjahr.

Das Rennen lief sonderbar an mir vorbei, wenn ich mich heute an gestern zurückerinnere. Ich könnte nicht mehr sagen, ob ich mich wohlgefühlt habe oder ob es eine Qual war, unterwegs konnte ich mich dank windbedingt dank sehr breit gestreuten Kilometersplits auch überhaupt nicht einschätzen. Sehr komisch, das alles. Ist unterm Strich aber auch Wurscht, alles gut. Für unser SK Rückenwind Team mit dem unfassbar schnellen Thomas Roach (1:06 und 3. Platz in der Gesamtwertung Einzel) und Martin Bader reichte es in der Mannschaftswertung für die Goldmedaille.

Abschließend kann ich nur hoffen, dass bald wieder Normalität einkehrt. Also die alte Normalität, die neue mag ich nämlich nicht. Masken beim Start, Masken im Zielgelände im Freien obwohl für alle sehr, sehr viel Platz vorhanden war, finde ich mehr als übertrieben. Auch der Kurs wurde wegen Corona verlegt. Leider führte das Rennen nicht durch die Salzburger Innenstadt wie 2016, sondern auf Radwegen außerhalb an der Salzach entlang. Ich fand die Strecke weder attraktiv noch schnell, besonders die zahllosen Unterführungen waren sehr nervig. Bleibt zu hoffen, dass bei denjenigen, die die Regeln für Veranstaltungen vorgeben und den Rennveranstaltern irgendwann wieder Vernunft einkehrt.