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Es hat halt nicht sollen sein, das Tiroler Meisterschaftstriple aus 10 km – Halbmarathon – Marathon. Nach meinen Siegen bei den ersten 2 Bewerben innerhalb von nur 15 Tagen hatte ich auf den 42,195 in Bregenz zwar die Form, leider aber nicht die regenerierten und frischen Beine die es braucht um einen richtig schnellen Marathon zu laufen.

Die ganze Woche schon hatte ich die Befürchtung, dass sich die Sache mit der Regeneration nach dem NightRun wohl nicht ausgehen würde. Wie recht ich haben sollte. Vom Start weg fühlten sich die Beine müde an. Die Splits, um 2:36 oder schneller zu laufen, gingen von Anfang an zäh von der Hand. Regnerisch-kühles Wetter und die etwas öde Strecke machten das ganze nicht einfacher. So quälte ich mich gemeinsam mit Michael Grall in einer kleinen Gruppe durchs Gelände. Die Beine waren leider zu schlapp als dass ich wirklich das gewünschte Tempo hätte machen können, der Puls war immer um ein paar Schläge zu niedrig und genau das spiegelte sich in den Durchgangszeiten wieder.

Ab Kilometer 30 war ich mir dann fast sicher, dass es heute nicht zum Landesmeister langen würde. Die 2-3 halbherzigen Versuche an der Strecke auszubüchsen konnte Michael problemlos kontern. Auf den letzten 10 übernahm er dann das Kommando und setzte mich und einen Läufer aus Salzburg aus unserer Gruppe ordentlich unter Druck. Dass wir im Finish dann auf die 2 Stunden Halbmarathon Läufer auf engen Wegen aufliefen und uns durch die Massen kämpfen mussten, machte die Sache nicht leichter. Überraschenderweise schaffte ich es, an Michael dran zu bleiben. Im Gewühl beim Einlauf ins Stadion verlor ich dann leider die entscheidenden Meter und rannte mit 9 Sekunden Rückstand über die Ziellinie.

Es war an diesem Tag einfach das gewisse Etwas das fehlte. Ein klein wenig die Beine, an dieser Stelle aber Gratulation an Michael Grall der ganz einfach besser war, ein klein wenig das Glück beim chaotischen Zieleinlauf, ein klein wenig der Fokus nach den beiden Rennen an den Wochenenden zuvor.

Was ich nicht verstehe ist, warum sich die Athleten bei einer Österreichischen Meisterschaft im Finish durch ein Feld aus wesentlich langsameren Läufern auf einem engen Stück Weg quälen müssen. Auch beim Zieleinlauf gehen die Leistungen der wirklich schnellen Marathonläufer komplett im Gewühl unter. Ich denke Seid Endris, der Sieger der Österreichischen Meisterschaft hätte sich mit seiner Leistung durchaus was anderes verdient. Ich wiederhole mich, Michael war an diesem Tag einfach um einen Tick schneller und hätte wahrscheinlich ohnehin gewonnen, die Chance auf einen fairen Zielsprint hätte ich aber trotzdem gerne gehabt.

Ganz gereicht hat es an diesem vermaledeiten Tage leider auch in der Mannschaft nicht. Gemeinsam mit dem heroisch kämpfenden Alexander Hofer, der sich auf den letzten Kilometern mit einer Achillesfersenentzündung mit tollen 2:49 ins Ziel schleppte und Günter Schneider, der auch wegen dem Effort eine Woche zuvor beim Halbmarathon seine Zielzeit von unter 2:40 um knapp 2 Minuten verfehlte, verpassten wir die Goldmedaille im Team um eine Minute. Die Silbermedaille bei einer Staatsmeisterschaft ist natürlich ein toller Erfolg, aber wenn es eben nur so knapp fehlt, ist es eben schwer vollends zufrieden zu sein. Wie gesagt, 2:37 bei diesen widrigen Bedingungen bei diesem Kurs ist eine passable Zeit, aber eben nicht das was in der momentanen Form möglich gewesen wäre. Schade, aber vom Hättiwari kann man sich eben am Ende nichts kaufen.

Was bleibt? Silber in der Tiroler Meisterschaft Einzel, Gold im Team, dazu die objektiv tollen Erfolge mit Silber in der Staatsmeisterschaft in der Mannschaft, einem 7. Platz gesamt und der Bronzemedaille in meiner Altersklasse. Vielen Dank vor allem an meine Teamkollegen Günter und Alex, die sich wahrscheinlich noch mehr überwinden mussten als ich um das möglich zu machen. Ich ziehe meinen Hut vor eurer Leidensbereitschaft.

Prinzipiell schade finde ich, dass Meisterschaften unter Veranstaltern in Österreich nicht den Stellenwert haben, der ihnen zusteht. Wie schon bei der Halbmarathon Meisterschaft in Innsbruck mussten sich die schnellsten Läufer durch Massen an Langsameren kämpfen. Vergleiche ich den Ablauf von Wettkämpfen im Sportland Österreich mit dem Ablauf von Wettkämpfen z.B. im Sportland Italien fällt auf, dass das ganze höflich gesagt unrund abläuft. Klar, ein Veranstalter braucht natürlich auch die Masse und die Masse sollte auch in ihren Genuss kommen. Ob „Elite“ und „Masse“ sich aber gegenseitig im Weg stehen müssen, bezweifle ich stark. Eine Art „Fast Line“ einzurichten kann ja nicht so schwer sein wenn denn das Bewusstsein für die Sache geschaffen ist. Bei uns wirkt es aber oft genug so, dass das letzte wofür sich Veranstalter interessieren die Athleten sind. Schade, denn davon lebt der Sport.

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