Wenn es nicht läuft, dann läuft es nicht. Wie schon letztes Jahr war das Erlerberg Rennen auch heuer keine Reise wert. Kalte Temperaturen, Regen, aber das war definitiv nicht das Problem. Das Problem ist meine Form. Ganz schlimm. 2009 habe ich für die Steigung 19 Minuten eppes gebraucht, 2012 21 Minuten eppes… oder waren es 22? Wurscht, ich bin auf jeden Fall blamabelst als vorvorletzter bei den Amateuren über die Ziellinie gerollt.

Das faszinierende dabei: trotz des Wetters bin ich wirklich am Limit gefahren. Es war also nicht so dass ich nicht auf Touren gekommen bin. Unten rein noch mit den Besten, bei der ersten Tempoverschärfung nach einigen Minuten aber dann schon abgerissen. Zu langsam und trotzdem ausgereizt ist wirklich bitterböse. Beine O.K. – der Rest nicht. Es gibt den Moment, wenn man wirklich angeschlagen ist und um Luft ringt, den blutigen Geschmack im Mund hat und die Sterne sieht. Normalerweise ein gutes Zeichen. Diesesmal nicht. Irgendwann hatten mich alle anderen Fahrer überholt ohne dass ich auch nur annähernd von irgendwem das Tempo hätte halten können. Marian tänzelte locker aus dem Sattel an mir vorbei.

„Kacke… geht nicht. Warum geht es nicht? Keine Ahnung, ich bin einfach zu langsam. Kopf hämmert, das Herz pumpt wie Sau und fühlt sich an als würde ein Stein gegen die Brust klopfen aber kein Tempo. Verdammt…“

Ungefähr bei der Hälfte habe ich mit dem Gedanken gespielt umzudrehen und mit einem DNF aus dem Rennen auszusteigen. Dann habe ich das Da ich mich aber wirklich gut ausgereizt fühlte, wollte ich bis oben durchziehen. Rennhärte sammeln… HAHA! Die rote Laterne konnte ich vermeiden, das wars dann aber auch schon.

Mittlerweile habe ich mich mental von dieser wirklich ganz üblen Enttäuschung erholt und bin bereit für den nächsten Freitag. Das Rennen geht von Ötz hinauf auf den Haiminger Berg. Perfektes Rennen wenn man nicht in Form ist, sind ja nur 1000 Höhenmeter.