Unverhofft kommt oft. Nachdem ich im März die 1:12 in Valencia windbedingt trotz guter Form nicht knacken konnte und nach dem abgekac*ten Berlin Marathon immer wieder leicht angeschlagen war, hatte ich für den Halbmarathon in Verona nicht wirklich die große Hoffnung dass eine Glanzleistung herausschauen würde.

Nach einem romantischen Abend mit meiner Herzdame in der Casa Giulietta (im angeschlossenen Hotel, nicht im Innenhof wie das Bild fälschlicherweise suggerieren könnte) stand ich irgendwie verloren am Start. Einige Trainingsleistungen im Vorfeld waren ja ganz gut gewesen, aber so richtig top war die Form sicher nicht mehr. Die Veroneser feierten sich selbst mit der vielleicht schlechtesten Darbietung der Mammelli. Definitiv KEINE Gänsehautstimmung, auch wenns mich bei nur 5 Grad ordentlich abschüttelte.

Gemächlich rannte ich aus der Stadt hinaus. Kilometer 1 – 3:24 – Kilometer 2 – 3:19 – HUI. Ob das nicht zu schnell war? Drauf gesch… äääähhh…. gepfiffen, weiter geht’s. Als ich die erste, etwas schwerere Hälfte mit einigen Schmierern und doofem Wind mit Kurs auf 1:12 hoch hinter mir hatte, war ich einigermaßen erstaunt über mich selbst. Noch keine Krise, keine besonderen Muskelschmerzen, Puls im soliden Bereich.

Ein bissl zach wurde es dann ab Kilometer 19 doch noch, als der Wind unerwartet nochmals in den bitchy mode schaltete, aber so knapp vor dem Ziel würde ich mir die Zeit nicht mehr verhauen lassen. Rule #5 applying rannte ich Richtung Arena . 1.12:52 – YEAH! Obwohl 7 Sekunden nicht üppig viel Marge sind, war es gefühlt keine Zitterpartie auf den letzten Kilometern.

Was lernen wir nun aber daraus? Eigentlich logisch…

1) Romantische Abende in der Casa Giulietta am Tag vor dem Rennen wirken tiefenentspannend, nicht aber leistungsmindernd.
2) Auch wenn man einen Marathon am Tag X versemmelt – die Vorbereitung zahlt sich immer aus.
3) Dass zwei gelernte Dinge pro Lektion definitiv genug sind. So, und jetzt Winterpause.

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