Merke: Willst du dein Selbstwertgefühl als Läufer zerstören, buch dich in eines der Teamhotels während einer Weltmeisterschaft. Dann nämlich weißt du, dass du nur eine fette Hobbette bist. Und sonst nix.

Der Halbmarathon im Rahmen der offiziellen IAAF Weltmeisterschaft in Valencia war mein erstes, erklärtes Ziel dieser Laufsaison. Ein tolles Rennen in einer tollen Stadt – leider spielte das Wetter nicht ganz mit.

Schon vor dem Start verabschiedete ich mich gedanklich von meiner Zielzeit von 1:12.xx dank dem sehr kräftigen Wind. Nach einem Stau am ersten Kilometer (3:36) nach dem Start fand ich einen recht ordentlichen Rhythmus. Ab Kilometer 5 folgte die erste ganz grobe Gegenwindpassage, die die letzten Hoffnungen zunichte auf die 1:12 machte. Aufgeben wollte ich aber auch nicht und kämpfte mich durch die Böen. Von Kilometer 15 bis ins Ziel hätte ich dann ein Segel ganz gut gebrauchen können. Ich warf nochmal alles was ich hatte in die Waagschale, trotzdem reichte es nicht ganz. Am Ende überquerte ich komplett fertig und erschöpft mit einer Zeit von 1:13.09 das Ziel.

Für die Statistiker und Interessierten: Der Run auf Strava (abartige, vom Wind geprägte Splits zwischen 3:37 und 3:14 inklusive)

Hättiwari: Hätt der Wind mit so geblasen, war i schneller glaffn. Hätt mi die Meute an langsamen Läufern am Start nit so gebremst, wären die 10 Sekunden auf die 1:12.59 wohl auch drin gewesen.
Die tatsächliche Wahrheit auf der humorlosen Ergebnisliste ist: Es fehlen 10 Sekunden, die einem leider niemand auf der Welt gutschreibt.

Mit meiner Leistung bin ich trotzdem zufrieden. Die Form ist derzeit wirklich sehr gut und ich werde mich nun in den nächsten 4 Wochen auf den Vienna City Marathon vorbereiten. Ob sich mein Ziel von 2:34.xx dort schon ausgeht – mal schauen.

Valencia kann ich jedem empfehlen, der abseits vom Laufsport ein lässiges Wochenende verbringen möchte. Die Bauten in der Ciudad de las Artes y las Ciencias sind sehenswert auch wenn man kein Freund postmoderner Architektur ist. Der Weg Richtung Altstadt mit den klassizistischen Fassaden und die Altstadt selbst mit den gotischen Bauten sind ebenfalls sehr schön. Leider hatten wir de facto nur etwas mehr als einen Tag fürs Sightseeing, Zoo und Strandpromenade sowie natürlich das Nightlife sind uns somit entgangen.

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