Als Radler war ich bis vor kurzem dran gewöhnt, dass die Saison nicht vor April startet und allerspätestens im September wieder zu Ende ist. Mittlerweile habe ich aber schon meine zweite „Saison“ als Crossläufer hinter mir. Klar, so richtig in Topform ist natürlich kaum jemand im Jänner und Februar. Sobald die Startnummer aber am Trikot pickt, ist man haaaaaß! Und eine nette Abwechslung zum Training, wo ich Faulpelz ja kaum Tempoeinheiten mache, ist das ganze allemal.

Nach 3 Vorbereitungsrennen im Rahmen der TLV Winter Crosslaufserie stand gestern die Tiroler Meisterschaft in dieser wirklich spaßigen Disziplin am Programm. Auf 5 unterschiedlich gestalteten Runden führte der Kurs am Reintaler See durch Gatsch, Letten und Schnee.

Dank starker Besetzung wusste ich schon am Start dass ich, falls nicht ein Wunder geschieht, mit den Medaillen nix zu tun haben würde. Wie erwartet setzten sich die ersten 3 recht schnell ab, wobei Simon Lechleitner für alle unantastbar blieb. Dahinter fightete ich mit Alexander Hofer, dem kleinen Bruder eines Jugendfreundes, um Platz 4. Nach langem Hin und Her hatte ich nach dem letzten Bergab- und Flachstück knapp die Nase vorne und rannte als 4. durchs Ziel.

Fazit: Es ist wirklich interessant zu sehen, wie sich die Form in den letzten 6 Wochen entwickelt hat. Vom kompletten Schwamm Mitte Jänner beim ersten Rennen auf ähnlicher Strecke, ging´s mit jedem Einsatz bergauf. Gestern bekam ich den Puls zum ersten Mal über die gesamte Distanz ordentlich auf Touren. Die 188 Schläge am Ende waren schon hart – aber das macht halt auch mehr Spaß wenn ein ordentlicher Fight richtig reinzischt als wenn man alleine seine Runden dreht. Oder um es mit Tyler Durdens Worten zu sagen:

„Ohne Schmerz, ohne Opfer, würden wir nichts haben.“

😉