Ein Viertel des Jahres ist bald mal um. Eigentlich wäre für kommenden Sonntag mein erstes Highlight geplant gewesen. Eine recht heftige Verkühlung mit Halsschmerzen, verstopfter Nase, dumpfem Kopf und Husten die mich seit Samstag heimsucht, macht ein Antreten bei der Halbmarathon Staatsmeisterschaft in Graz derzeit aber sehr unwahrscheinlich. Wäre der Event in Salzburg, Linz oder Wien, würde ich mich wahrscheinlich an den Start stellen, die Anreise nach Graz ist aber doch etwas zu heftig um dann den eigenen Möglichkeiten verzweifelt hinterherzulaufen. Viel mehr als Frustpotential hat das ganze wohl leider nicht.

Als Radsportler war ich es ja gewohnt bis Mai auf die ersten Rennen zu warten, das hat sich aber grundlegend geändert. Nach einem recht holprigen November nach meinem Frankfurt Marathon, startete ich eher unfit kurz vor Weihnachten wieder in ein ernsthaftes Training. Der Silvesterlauf ging dann erstaunlich gut über die Bühne. Im Januar stand mit dem Crosslauf von Sport Ossi schon das erste Rennen 2017 am Programm. Der 4. Platz bei Eiseskälte und starkem Schneefall war weniger wert als das Erlebnis selbst. Weiter ging es mit Rennen in Gnadenwald, wo ich auf einer recht schnellen und abwechslungsreichen Strecke bei schwächerer Besetzung 2. wurde. Abgerundet wurde das ganze mit einem 3. Platz in Ampass. Nach einem kurzen Trainingslager auf Gran Canaria mit lässigen Radtouren konnte ich auch bei der Tiroler Meisterschaft am Reintaler See den 4. Platz erkämpfen. Auf ähnlicher Strecke wie im Jänner war es vor allem schön zu sehen, wie viel besser die Form schon war, wie viel mehr ich meinen Körper quälen kann und wie schnell die Beine im Februar schon wieder sind.

In meiner 2. Saison bin ich gefühlt etwas erfahrener was das Laufen anbelangt. Soweit, allgemeine Lauftipps zu geben, würde ich noch nicht gehen, ich weiß aber mittlerweile ungefähr was ich tun muss um ohne Schmerzen das Training zu überstehen. Ich würde sagen, ich investiere neben dem eigentlichen Lauftraining in etwa nochmals 30-50% oben drauf in ergänzende Maßnehmen wie Stretching, Blackroll und allgemeine Kräftigung. Am Rad waren das in guten Wochen vielleicht 10%. Klar, ich bin in den letzten 2 Jahren laut Adam Riese auf 2 Jahre älter geworden, das Laufen verlangt aber einfach eine umfassendere Herangehensweise. Ich habe auch eingesehen, dass ich am Tag nach einem Wettkampf tatsächlich komplett regenerieren muss, auch wenn es vielleicht nur 5 km waren und die Sonne am Sonntag verlockend scheint. Die Vernunft scheint mich doch tatsächlich eingeholt zu haben 😉